Bitcoin Mining Grundlagen
Was passiert eigentlich, wenn ein Miner „einen Block findet"?
Proof of Work in Kürze
Bitcoin-Mining ist ein wettbewerbsorientiertes Ratespiel:
- Das Netzwerk schlägt einen Block vor — eine Liste von Transaktionen plus einen Block-Header.
- Miner hashen den Header immer und immer wieder mit verschiedenen Nonce-Werten (und Extranonce).
- Das Ziel ist es, einen Hash zu finden, der kleiner als das aktuelle Schwierigkeitsziel ist.
- Der Gewinner sendet seinen Block und erhält die Blocksubvention + Gebühren.
Jeder Hash ist ein unabhängiger Münzwurf — es gibt keinen Fortschritt und kein Gedächtnis.
Blocksubvention
Stand 2026:
- Bitcoin: 3,125 BTC pro Block (nach der Halbierung 2024)
- DigiByte: variiert je nach Algorithmus; NMMiner nutzt den SHA256-Algorithmus von DigiByte
Schwierigkeit (Difficulty)
Das Netzwerk passt die Schwierigkeit alle 2016 Blöcke (~2 Wochen) an, um eine 10-Minuten-Blockzeit beizubehalten.
- Die aktuelle Bitcoin-Schwierigkeit liegt bei ~110 Billionen (110T).
- Ein einzelner ESP32-Miner bei 1 MH/s hat eine Chance von etwa 1 zu 110 Trillionen pro Hash.
- Aus diesem Grund gibt es Mining-Pools — sie bündeln Hashrate und teilen die Belohnungen.
Pool-Mining
Anstatt allein zu minen, treten die meisten Miner einem Pool bei:
- Der Pool gibt jedem Miner ein Share-Schwierigkeitsziel — viel einfacher als das Netzwerkziel.
- Miner reichen Shares (Beinahe-Treffer) ein, die dieses einfachere Ziel erreichen.
- Wenn ein Miner einen echten Block findet, verteilt der Pool die Belohnung anteilig basierend auf den eingereichten Shares.
NMMiner verwendet standardmäßig den SoloBTC-Pool — eine Solo-Mining-Variante, bei der der Pool die Infrastruktur bereitstellt, aber der Blockfinder die volle Belohnung erhält.
Weiterführende Lektüre
- Solo vs. Pool-Mining — Detaillierter Vergleich
- Stratum-Protokoll — Wie Miner mit Pools kommunizieren
- NMMiner in der Pipeline — Wie NMMiner in die Mining-Landschaft passt